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Sonntag, 16. August 2015

Gastbeitrag: Sommer in Schweden

Letztes Wochenende war ich in Amsterdam und bin quasi gerade von einem BVB Adrenalintrip zurückgekommen. Immer unterwegs - das ist mein Motto. Gerne möchte ich dir von diesen beiden Kurzreisen berichten, aber heute gebe ich das Wort an eine andere Person. Sie ist 13 (!!!) Jahre und beginnt gerade das Reisen für sich zu entdecken. Die Rede ist von Viktoria. Über ihre Reise nach Schweden erfuhr ich von ihrer Mama, die Grafschafter Social Media Managerin Sabine Nuffer. In Skandinavien und besonders Schweden war ich leider bisher noch nicht. Aber da es mir hier um Tipps für das einfache Reisen in die verschiedensten Länder geht, habe ich gleich gefragt, ob Vicky nicht einmal Lust hat in meinem Blog von ihrer Reise zu berichten. Vorab eine kleine Info: Die Grafschafter (für die, die es nicht nicht wissen: die Grafschaft Bentheim ist meine Heimat und zurzeit auch mein zu Hause) Jugend fährt sehr gerne in den Sommerferien über den CVJM auf Freizeiten ins Ausland. So können auch junge Leute, wie du es vielleicht bist, ganz bequem andere Länder erkunden. Bei so einer Freizeit war auch Vicky dabei, also macht euch Revolverheld mit "Sommer in Schweden" an und folgt ihr auf ihre 16 Tage Schwedenreise ohne TV und Wifi.

Vicky's Reise ins Land der Elche

Am 24.07.2015 bin ich zusammen mit einer Gruppe von 13-14 Jährigen Teenagern auf Jugendfreizeit des CVJM mit dem Bus in das Land der Elche gefahren. Die Spannung war bei allen riesig groß.

Schwedischer Wald
Ist Schwedens Natur wirklich so bezaubernd, wie alle immer sagen? Ob wir Elche sehen? Werden wir sehr mit Mücken zu kämpfen haben?

Wir hatten viele Erwartungen und Vermutungen. Umso größer war die Überraschung, als wir bei mildem Klima und Sonnenschein nach 18 Stunden Fahrt in unserer Unterkunft ankamen. Die relativ unkomplizierte Anreise war zwar lang und anstrengend, aber mit den zwei Fähren und dem gut ausgebautem Straßennetz verging sie wie im Fluge. Nach der ersten Fähre von Puttgarden nach Rödbyhavn ging es dann weiter mit unserem Bus nach Helsingör. Von dort startete die zweite Fähre nach Helsingborg.

Die traditionellen Blockhütten an jeder Ecke waren sehr beeindruckend. Einfach mal etwas ganz anderes als Backsteinhäuser-wir waren begeistert! Auch wenn sie sehr einfach aussehen, so haben sie doch ein spezielles Flair und erinnern immer und überall an Pippi Langstrumpf.

Unsere Unterkunft

In unserer Unterkunft in "Limmernäs" (ein Camp mit nur 6 Häusern im Wald) in der Nähe von Linköping, hatten wir den Luxus einen See vor der Tür zu haben, den Limmer. Mit diesen Voraussetzungen sind Mücken natürlich vorprogrammiert. Doch nicht nur Mücken haben uns Gesellschaft geleistet, auch Motten und Spinnen haben uns in unseren Zimmern besucht. Unsere Befürchtungen wurden also wahr. 

Schwedens Blockhäuser
Die typischen Häuser in Schweden bekam Vicky oft zu sehen


Die Anlage an sich war einfach und zweckmäßig, aber für eine Jugendfreizeit bestens geeignet.

Wetter

Das Wetter war in der ersten Woche ziemlich ungemütlich. Es hat leider oft geregnet. Dagegen war die zweite Woche umso besser. Das Wetter war sogar so gut, dass wir im Limmer schwimmen gehen konnten. Abends wurde es übrigens doch dunkel. Soweit nördlich, dass die Sonne gar nicht mehr „untergeht“, waren wir nicht.

Stockholm

Um die Hauptstadt Schwedens auf unserem Tagesausflug zu erreichen, legten wir 3 Stunden mit dem Bus zurück. Am Schloss angekommen, waren alle 39 Teilnehmer und unsere 9 Teamer (in der Freizeitfachsprache Betreuuer) beeindruckt von der Architektur, dem schwedischem Stil und den sehr netten Schweden.

Zuerst gingen wir alle zusammen zu einer deutsche Gemeinde in der Altstadt von Stockholm. Uns wurde die St. Gertrud Gemeinde von einer sehr netten Dame gezeigt. Leider hatte man die versprochenen Zimtschnecken für uns vergessen. Anschließend durften wir uns in Kleingruppen in Stockholm frei bewegen.

Durch einen Flyer wurden wir auf die Hütchenspieler aufmerksam. Hütchenspielern sollte man nicht trauen und in diesem Punkt merkten wir dass wir in einer Großstadt sind.
Mit der Währung (Kronen) kamen wir relativ gut zurecht. Bei einigen Verkäufern sollte man sein Rückgeld trotzdem nochmal nachzählen (ich spreche leider aus Erfahrung).

Die Wachen haben es Vicky förmlich angetan


Insgesamt ist Stockholm eine sehr schöne Stadt. Das skandinavische und maritime Flair kann man sehr gut in den Menschen, in der Architektur und in dem Lebensstil der Schweden wiederfinden. Es hat uns allen sehr gut gefallen und wir waren begeistert von dem königlichem Schloss und den Wachen.

Abenteuerliche Kanufahrt

Die Natur in Schweden lädt mit ihren vielen Seen zu den verschiedensten Outdooraktivitäten ein. Da bietet sich vor allem eine Kanufahrt an. Per Bus wurden wir zu einem Kanu-Camp gefahren. Mit Kanu, Paddel und Schwimmwesten ging es dann in Dreiergruppen los. Nach ca. 3 Stunden hatten wir (3 Boote) uns schon verirrt und sind in die entgegengesetzte Richtung, als alle anderen gefahren. Wir hatten keinen Plan wo wir wie hinkommen. Aber nach insgesamt ca.7 Stunden kamen wir dann wohlbehalten zurück ins Kanu-Camp. Tipp: Unbedingt eine Karte vom See und Umgebung mitnehmen! Könnte nützlich sein.

Vicky's Geheimtipp

Ein absoluter Geheimtipp für Touristen in Schweden ist das "Geochaching" in der freien Natur. Diese Freizeitbeschäftigung fanden wir, neben den anderen Aktivitäten, super. Wir sind 35 km gewandert... Zwar waren wir danach sehr geschafft aber es hat uns trotzdem sehr viel Spaß und Freude bereitet. 

Der Limmer See
In Schwedens Natur hat Vicky sich einfach verliebt


Fazit: Insgesamt fand ich den Aufenthalt in Schweden sehr schön und interessant. Großes Plus für die Natur, kleines Minus für die Mücken...aber die gehören ja irgendwie dazu.

PS: 16 Tage ohne Fernseher und nur ganz selten ein WLAN-Netz sind auszuhalten!

Ich bedanke mich bei Vicky für diesen tollen Beitrag. Du kannst mächtig stolz auf dich sein, in so jungen Jahren schon alleine auf Reisen zu gehen. Du hast einiges vor dir und ich würde mich freuen, wenn du niemals aufhörst deine Bucket List zu schreiben. Man kann nie genug immer unterwegs sein. 

Wer Vicky bei ihren Reisen folgen möchte, der sollte unbedingt ihrem Instagram Account Nuffi27 folgen. 

Im Moment komme ich selber leider nicht so sehr zum bloggen, denn ich arbeite an einem Umzug. Ja, du hast richtig gehört - mein Blog zieht um. Zurzeit findest du unter www.immer-unterwegs.com einen Link zu diesem Blog, aber in Kürze wirst du unter der eben angegeben Domain diesen Blog in neuen Design finden. Bitte verzeihe mir, wenn ich so lange nicht so fleißig schreibe. Von meinen Kurzreisen poste ich selbstverständlich weiter Bilder auf Instagram. Schau doch einmal vorbei!

Mittwoch, 16. Juli 2014

Wenn Träume wahr werden...



Gerne führe ich mir diese Tage immer wieder vor Augen. Die Stunden auf See, Delphine und Wale in Freiheit - ein Traum wird wahr.

Beim ersten Mal in Dana Point, California, dauerte es nicht lange bis eine Delphinschule auftauchte. Es waren Common Dolphins (die deutsche Bezeichnung ist "gemeiner Delphin"). Ich denke, dass es ca. 100 Delphine waren. Sie folgten dem Boot, surften auf den Wellen oder sprangen immer wieder aus dem Wasser. Es war wirklich eine Show. Gerade an der Längstseite des Bootes sprangen sie immer wieder aus dem Wasser, als würden sie uns auch beobachten. Solch clevere Tiere in der Freiheit zu erleben und wie neugierig sie sind ist faszinierend.















Kurz vor der Rückfahrt in den Hafen bekam der Kapitän die Meldung, dass eine Grauwalkuh  mit ihrem Baby gesichtet wurde. Wir fuhren mit dem Boot sofort dorthin, leider auch direkt auf die beiden zu, sodass sie auswichen. Ich fand das sehr unprofessionell, normalerweise müssen die Maschinen bei einer bestimmten Weite ausgeschaltet werden, wegen dem Lärm und dem Stress, dem die Tiere ausgesetzt sind. Dann war auch schon die Zeit vorbei und wir mussten zurück. Am Schluss war ich wirklich ein wenig traurig, die Wale nicht genossen zu haben. Ich war so gerne auf See!



Aber es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein. Ich hatte Glück und konnte in Long Beach noch einmal mit einer Freundin eine längere Whale Watching Tour machen.

Die Küste war noch in Sicht., als SIE auftauchte. Ein riesiger großer Blauwal. Wir hielten Abstand, aber irgendwann sah man ein ganz tiefes Luftholen und sie entschied sich für eine längere Zeit abzutauchen, was bis zu einer Stunde sein kann. Als letzten Gruß zeigte sie uns ihre Schwanzflosse.



Die Tour war wirklich toll organisiert vom Aquarium in Long Beach. Studenten waren für Fragen mit an Bord und der Kapitän war einfach cool. Er sagte "Sie", obwohl er nicht wusste ob es überhaupt eine "Sie" ist. Er meinte einfach nur "Klingt doch netter". Ich fand es witzig.
Später trafen wir noch auf einen zweiten Blauwal, "Sie" war scheuer und hielt sehr großen Abstand, aber auf der Rückfahrt konnten wir sie dennoch lange beobachten und den Wasserausstoß beim ausatmen sehr weit sehen.
Dieser Tag war einfach rundherum perfekt!


Wenn ihr noch mehr über meine Zeit in Los Angeles lesen möchtet, dann folgt dem Link.
Ansonsten, freue ich mich, wenn ihr meinen Blog wieder besucht.

Eure Anna

Montag, 31. März 2014

Sonne, Strand, Meer und Überraschungen

Wie die meisten wissen, zieht es mich ja immer irgendwie immer an das Meer... Ich habe in Emden studiert und wohnte nicht weit der Nordsee entfernt, dann ging ich für 4 Monate nach LA an die Pazifikküste, danach machte ich mein Auslandsemester als Erasmus Student in Gdansk, das an der Ostsee liegt. Schon als Kind war ich gerne am Meer, auch wenn damals nicht mehr als ein Nordseeurlaub drin war. Für mich gehört es dazu meinen Sommerurlaub möglichst am Meer zu verbringen, die Sonne zu genießen und so oft wie möglich im Wasser zu planschen.

Seitdem wir nun Frühlingstemperaturen haben, draußen sitzen können und ein leckeres Eis genießen, sehne ich mich danach am Strand zu liegen. In letzter Zeit denke ich dabei wieder sehr oft an meine Zeit in LA.
Einen bestimmten Tag am Strand mit meiner Freundin Nina werde ich wohl niemals vergessen...
Es muss im April gewesen sein, der Tag war schön und die Sonne schien schon ganz kräftig. Wir dachten also, es wäre der perfekte Tag um in Malibu am Strand zu liegen. Uns wurde Zuma Beach empfohlen. Je näher wir aber diesem Strandabschnitt kamen, desto diesiger wurde es. Ein komischer Dunst hing über der Küste.
Später erfuhr ich, dass es sich um "June Gloom" handelte. Das ist ein Dunst, der vom Ozean aus kommt und die Sonne verdeckt, was leider nicht vor Sonnenbrand schützt. Meist tritt er eigentlich im Juni auf.
Da saßen wir also nun in Shorts und Pullover an DEM Strand, den man aus Baywatch oder Beverly Hills 90210 kennt. Wir sahen den Surfern ein wenig zu, aber die Wellen waren nicht mehr sehr hoch, da es schon gen Mittag ging. Bis auf einen vorbeischwimmenden Seelöwen passierte dann auch nicht mehr viel Spaßiges und wir beschließen zurück zu fahren, weil es kalt wurde.


Je weiter wir Richtig LA kamen desto besser wurde das Wetter, bis der Dunst ganz weg war. Wir waren noch immer in Malibu und beschlossen einfach an der Straße zu parken. Die ganzen Autos mussten ja von Strandbesuchern sein...
Ein öffentlicher Strand war es nicht, wir gelangten zu einer Lücke zwischen den Häusern, die direkt am Wasser standen. Dort hatten sich schon einige Familien und Cliquen zusammengefunden. Die Sonne schien, der Himmel war blau, es war etwas kühl, aber sonst war es herrlich!


Plötzlich schrie meine Freundin ganz aufgebracht auf und deutete auf das Wasser. Nicht weit von ein paar Paddlern waren doch tatsächlich Wale. Aus der Ferne konnte ich vielleicht zwei erkennen, später erfuhren wir, dass die Paddler 12 Wale gesehen haben, ich war so neidisch! Aber er sollte noch besser kommen...
Ein Päarchen, das dort direkt am Strand wohnte verriet uns, dass sie bestimmt 10 mal am Tage Delfine vorbeischwimmen sehen. Aber dass wir und die anderen Leute Wale gesehen haben, das wollten sie uns nicht so recht glauben.
Vielleicht 10 min später hatten wir ein weiteres Highlight, eine Delfinmama (Großer Tümmler) schwamm mit ihrem Kalb sehr dicht am Strand vorbei. Mädchen im Wasser waren ca. 12 m von ihnen entfernt. Mein Traum wurde wahr. Aufgebracht verfolgten wir die zwei Delfine vom Strand aus ein paar Meter um gute Fotos zu schießen. Aber länger wollten wir unsere Wertsachen dann auch nicht alleine lassen. :D Wir haben wirklich großes Glück gehabt, was in diesen Monaten noch weitergehen sollte, aber dies ist eine andere Geschichte ;)