Mein Blog ist umgezogen!

Falls du nicht automatisch weitergeleitet wirst, klicke hier!

Sonntag, 25. Januar 2015

Warum ich mich wie Sissi fühlte

Da will ich doch einmal gleich meine guten Vorsätze einhalten "regelmäßig Beiträge schreiben" und das einmal wöchentlich. Ambitioniert kann man sagen, aber ich habe noch von soooo vielen Reisen zu berichten, dass mir eigentlich immer etwas einfällt.

Das Schloss Schwerin hinter dem Burgsee
Schloss Schwerin

So auch heute. Meine Reise zum schönsten Märchenschloss, dass ich bisher gesehen habe, ist noch gar nicht lange her. Silvester verbrachte ich in Schwerin. Eine Stadt mit wirklich sehr vielen Seen und einem Traumschloss.

Hier ist die Rede vom Schloss Schwerin. Dieses wurde im Auftrag von Friedrich Franz ll. von 1845 - 1857 erbaut. Vorher stand hier eine slawische Burg. Im 19. Jahrhundert diente das Schloss als Residenz der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin, also für Friedrich Franz ll. und Folgegenerationen. Er war ein beliebter Fürst und während der Revolution sehr liberal. Auch wenn von ihm durchgesetzte Gesetze zurückgenommen wurden.

Aber zurück zu seinem beeindruckenden Schloss, das umgeben von zwei Seen, im Stile der Loire-Schlösser gebaut wurde. Heute befindet sich ein Museum und der mecklenburgische Landtag darin. Am Silvestertag besuchte ich mit meiner Begleitung das Museum. Schon am Tag zuvor war klar, dass ich das Schloss besichtigen wollte, da es nicht nur sehr groß, sondern auch wunderbar restauriert wurde und wirklich beeindruckte!

Frontseite und Eingang zum Landtag vom Schloss Schwerin

Neben dem Museum, in dem man die prachtvollen Wohn- und Festräume besichtigen kann, gibt es auch noch eine Ausstellung von Porzellan (!) und Waffen. Fotos waren leider nicht erlaubt, dieses Recht musste man sich für 3€ erkaufen und das war es mir nicht wert. Manche Eindrücke kann man auch einfach nicht festhalten, aber wenn ihr weiterscrollt habe ich noch eine Überraschung. :) Der Eintritt mit 6€ für Erwachsene ist wirklich in Ordnung.

Es wurde ein Rundgang eingerichtet von Zimmer zu Zimmer. Wohnzimmer, Gasträume, Kunstzimmer und Thronsaal, alles feinstens restauriert bzw. gut erhalten und teilweise mit Originalmöbiliar ausgestattet. Vor allem die Turmzimmer haben mich überzeugt, da hier ein wunderschöner Blick auf den Schweriner See geboten wurde. An den Decken waren feinste Verschnörkelungen und edle Tapetenmuster an den Wänden, sowie Gemälde in jedem Raum. Ich tauchte ein ins 19. Jahrhundert und dachte seltsamerweise an Sissi, auch wenn sie mit den mecklenburgischen Großherzogen wenig am Hut gehabt haben dürfte. Aber auch sie lebte im 19. Jahrhundert und hat sehr wahrscheinlich ähnlich gewohnt.
Nur die Security bzw. Angestellte, die aufpassten, dass man nichts anfasst oder Fotos macht, haben mich in meinem Tagtraum gestört.

Thronsaal des Schloss Schwerins mit Gemälden der Herrschern
Der Thronsall - einmal schnell geknipst - die Gemälde von Freidrich Fran ll. und seiner Frau Anna von Hessen-Darmstadt

Nach dem Museum konnte man sich noch erlesenes Porzellan anschauen, das sogar aus einer Zeit vor dem 19. Jahrhundert stammte. Von Services über Kannen und Vasen bis zu Figuren, die wichtigsten Epochen waren vertreten. Danach schauten wir uns die Waffenkammer an, auch hier wurden Gewehre und Pistolen aus mehreren Jahrhunderten ausgestellt.Alles war sehr fein und edel verarbeitet, aber für mich nicht so beeindruckend, wie die eigentlichen Wohnräume des Schlosses.

Wer sich gerne in vergangene Jahrhunderte träumt und sich, wie ich, für Geschichte interessiert, dem sei das Märchenschloss in Schwerin wirklich ans Herz gelegr.

Panorama Bild des Schweriner Sees
Ein Panorama von der Terasse des Märchenschlosses

Konnte ich euch mitnehmen auf eine Reise ins 19. Jahrhundert? Welche Schlösser haben euch verzaubert und an Größen, wie Sissi denken lassen?

Eure Anna